Wir kultivieren unser Gewohnheitsdenken, -fühlen und -handeln. Dazu zählen alle unsere Gewohnheiten, die wir automatisch – ohne nachzudenken routiniert wiederholen. Unser Gehirn liebt es, Dinge zu automatisieren und zu vereinfachen.

Tatsächlich ist unser Gehirn so aufgebaut, dass Erfahrungen an verschiedenen Speicherorten im limbischen System gleichzeitig “abgelegt” werden und die häufige Wiederholung generiert ein festes Programm (Konditionierungen), nach dem wir unser Leben ausrichten. Einmal angelegt, ist es wie ein “Mehrkomponentenkleber”. Das merken wir spätestens dann, wenn wir versuchen eine Gewohnheit aufzugeben. Das Aufgeben wird zu einem Schwerstakt und geht manchmal nur im Notfall. Bei einigen noch nicht einmal dann, wenn plötzlich gesundheitliche Störungen lebensgefährlich geworden sind.

Der Autopilot erfüllt eine große Nützlichkeit und verfängt uns gleichzeitig in der unnützen Illusion seines Gegenteils. Er blendet unser Bewusstsein, so dass wir oft gar keine Alternative suchen, selbst wenn es eine gravierend negative Gewohnheit ist. Oft sind sie riesige Saboteure unseres Lebens und behindern unsere Selbstheilung. Wir versprechen uns Einfachheit, Bequemlichkeit, Sicherheit, Halt, Vertrauen, Orientierung, Zeit- und Energieersparnis.
Ich habe Klienten, die selbst dann nicht ihre Arbeitsstelle wechseln, wenn sie anderswo bessere Verdienst- oder Aufstiegsmöglichkeiten bekommen. Oder ihre Partnerschaft nicht beenden können, auch wenn sie täglich extrem unangenehme Erfahrungen machen. Oder das Rauchen nicht lassen können, obwohl die Lunge schon Schaden genommen hat.

Wir unterliegen einer Täuschung, wenn wir denken, dass viele Kräfte außerhalb unseres Einflussbereiches am Werk sind, um es uns schwer zu machen, eine Gewohnheit zu ändern. Gewohnheiten sind zwar definitiv erlernt, aber das viel größere Problem ist, dass sie ein energetisches Programm installiert haben, das uns abhängig macht. An diesem Programm ist eine unglaubliche Kraft gebunden. Die Kraft, die wir für die Wiederholung unserer Gewohnheit aufbringen, stammt zum größten Teil von unserem eigenen Hormoncocktail, der uns zwingt, einen gewissen Wohlfühlpegel zu erreichen.

Wenn du also vorhast eine Gewohnheit zu ändern, dann sehe zu, dass du dir etwas suchst, was ein Wohlfühlgefühl erzeugt. Damit meine ich nicht, dir einen Ersatz zu suchen. Nein, im Gegenteil, ich meine damit dir im klaren darüber zu werden, dass du es selbst in der Hand hast, wie du dich fühlen möchtest! Das wird sich erst einmal sehr unbequem anfühlen. Aber die Aufgabe besteht darin, dir zu erlauben, dich zu fühlen, mit all den Abhängigkeiten und Bedürfnissen! Um dann in nächsten Schritt NEU zu wählen und ANDERS zu entscheiden: was du denken, fühlen oder tun möchtest.

Schau mal spaßeshalber auf deinen Gewohnheiten.
Wie oft wiederholst du ständig das Altbekannte und deine Vergangenheit?
Wie häufig predigst du auf deinen Routinepfaden übernommene Lebensweisheiten, auch wenn sie noch nicht einmal aus deiner eigenen Erfahrungen stammen?
Kann es sein, dass du die ewig gleichen Bücher liest, immer die gleiche Musik hörst, im Restaurant das bestellst, was du immer gewählt hast? Redest du mit deinen Freunden und Bekannten über immer die gleichen Themen?
Wenn du Kinder hast, höre auf deine wohlgemeinten Ratschläge, wiederholten Drohungen und Argumente, die du unterschwellig in die Konversation mit ihnen einfließen lässt und diese permanent wiederholst, als wären sie wirklich lebenswichtig! Die Schlimmsten davon klingen so:
„spiel nicht so rum und träume nicht vor dich hin; das kannst du noch nicht, dafür bist du noch zu klein; tue etwas Nützliches; Sei nicht so faul, sonst wird nichts aus dir; du musst dich in den Medien informieren; mit einem Studium hast du bessere Chancen; suche dir einen anständigen Beruf, in dem du viel Geld verdienst; denke an deine Altersvorsorge; denke immer an die Zukunft, usw.“ Wenn deine Kinder diese oder ähnliche Sätze wieder und wieder hören, was machen sie, wenn sie wirklich groß sind? Sie leben nach diesen Prägungen, weil wir Eltern sie als Fährte des Autopiloten bei ihnen anlegen?

Um deine Gewohnheiten auf leichte Art zu verändern und um du dir zukünftig deinen Hormoncocktail selbst auszusuchen, braucht es zwei wichtige Schlüssel: ein anderes Bewusstsein und eine höhere Schwingungsfrequenz.
Wie das geht zeige ich dir!