ist ein Bewusstseins-Prozess, den viele erst dann einschlagen, wenn für sie die Widrigkeiten des Lebens unerträglich werden. Wieder andere stecken mitten drin  in ihrem Prozess und es geht ihnen schlechter als vorher.
Der Begriff Erleuchtung wurde salonfähig und seit nunmehr ca.15 Jahren kursieren noch weitere Bezeichnungen wie Lichtkörperprozess, Erwachen der Menschheit, Bewusstseins-Transformation oder vieles andere. Bei all dem geht es um nichts anderes als zu erkennen wer wir wirklich sind.
Aber es ist zu beobachten, dass sich viele Menschen sich auf dem Weg zu sich selbst verlieren. Sie folgen unbewusst den Weg des Egos oder der Illusion, weil sie weder ihr inneres Navi angeschaltet haben, noch die Energie- und Resonanzgesetze verstehen, geschweige denn anwenden können.
Erwachen ist für viele der Wunsch aus der Sinnlosigkeit ihres Daseins rauszukommen und die Sehnsucht nach Befreiung von Allem. Leider bleiben die meisten bei der Suche nach Unabhängigkeit und Freiheit in ihren alten Mustern stecken. Vielleicht liegt es daran, dass das “Raus aus Etwas” in der Dualität schwer zu verstehen ist. Denn wir alle erfahren, dass wir immer irgendwo angebunden, verpflichtet oder in die Verantwortung gezogen werden, aus der wir uns schwer lösen können.

Aus meiner Erfahrung gibt es nur einen Weg, um aus dem Rahmen der Dualität aussteigen zu können: durch Bewusstsein. Dazu muss man wissen, dass Bewusstsein ein Zustand ist, der viele Abstufungen und Ebenen hat. Die höchste Ebene ist ein Flow-Zustand, er ist geprägt von absoluter Präsenz, von bedingungsloser Liebe und ewiger Glückseligkeit. Dazwischen liegen viele Erfahrungen, Erkenntnisse und Wahrnehmungen. Sind wir auf der höchsten Ebene, entsteht eine unbeschreibliche Leichtigkeit, in der sich eine unfassbare Weite und Kraft im Jetzt entfaltet. Erfahren wir uns darin, verlieren wir uns gleichzeitig. Alle Begrenzungen fallen ab und wir driften in völliger Klarheit in einen Rausch der Seligkeit, der Alleinheit, indem es sich die Pole von schwarz/weiß, gut/schlecht, richtig/falsch auflösen. Das scheinbar wichtige wird unwichtig und das sinnlose wird bedeutungsschwer, alles existiert wertfrei und gleichgültig. Wer einmal die Erfahrung gemacht hat, will mehr davon.

Nicht jeder hat das Bedürfnis mehr über sich zu erfahren. Auch nicht jeder hat den Mut, die Wahrheit zu sehen oder zu ertragen. Auch nicht jeder findet es spannend die Zusammenhänge des Lebens bewusst zu erforschen und MEHR zu erleben. Vielleicht auch einfach deshalb nicht, weil man nicht glauben kann, dass es da noch MEHR gibt. Das Erwachen ist mit einem tiefen inneren Wandel verbunden. Wir treten in neue unvorhergesehen Abschnitte, brutale Wüsten und dunkle Höhlen, weite Aussichten, unendliche Möglichkeiten und paradiesische Ufer. Veränderungen dieser Art sind für viele beängstigend und reagieren allergisch auf alles was Spuren von Veränderungen trägt.

Bewusstwerdung beginnt immer mit Selbstreflexion und Wahrnehmung. Im nächsten Schritt kann man lernen, die eigene Schwingungsfrequenz anzuheben. Ist die Schwingungsfrequenz niedrig, ist der Wahrnehmungsradius dementsprechend klein und eingeschränkt. Das ist der normale Zustand, den man als Alltags-Bewusstsein bezeichnet. Gehen wir in diesem Bewusstseinszustand durch die Welt, ist alles auf die Materie und den dualen Rahmen unseres Lebens reduziert. Das ist grundsätzlich nicht schlecht, wenn man damit zufrieden ist. Ist man es nicht, dann kann man sich die Frage nach dem MEHR schon stellen und den Weg des Bewusstwerdens gehen.

Den Weg zum Erwachen wollte ich vor allem sitzend, schwebend, komfortabel auf meinem Lieblingskissen, bei schöner Atmosphäre, bei fernöstlicher Musik, Kerzenschimmer und inspirierenden Düften gehen. Doch ich kam nicht ans Licht.
Dann dachte ich, ein Meister muss mich durch göttliche Energie segnen oder eine Engels-Einweihung führt mich zu höheren Ebenen. Dann glaubte ich, mich von dem weltlichen Ballast und kindlichen Schmerzerlebnissen befreien zu müssen.
Ich dachte, mir fehlte Wissen. Bis ich irgendwann erkannte, dass Wissen immer nur meiner aktuellen Realitätswahrnehmung entspricht. Da sich Realitäten ändern, ändern sich auch meine Wahrnehmungen. Als ich 2009 meine erste Erleuchtungserfahrung machte – in einer spirituellen Praxis auf meinem Kissen – dachte ich noch, dass man damit eine Entwicklungsstufe erreicht, in der man den Titel „Erleuchtet“ trägt. Doch leider musste ich feststellen, dass Erleuchtung „nur“ ein Zustand ist, der nicht bleibt – sofern man weiter unbewusst und unachtsam lebt wie bisher. Dieser Zustand ist bedingungslose Liebe und erfährt sich auch als bedingungslos. Ich konnte in meinem Alltag nicht in diesem bedingungslosen Seinzustand sein. Es ist wie ein hin und her pendeln, so als würde der mit den dualen Prinzipen durchwebte Alltag, diesen Zustand boykottieren.
Wie oft sind Sie in dem Zustand der bedingungslose Liebe? Die meisten Menschen kennen noch einmal diesen Zustand.

Wer den Weg geht, ist sich im Klaren, dass es ein Prozess des Ent-Wickelns ist, den wir zwar sehr individuell erfahren aber in irgendeiner Weise doch sehr ähnlich durchlaufen. Es wird in der Öffentlichkeit nicht viel darüber gesprochen oder als esoterischer Kram abgetan. Und doch erlebe ich große Neugierde bei vielen Menschen. Sie wollen sich neu erfahren, in der Tiefe verstehen und vor allem Leid überwinden. Da ich aber immer wieder große Verunsicherung bei bestimmten Phasen des Weges beobachte, möchte ich hier etwas dazu schreiben. Und Sie informieren, was Sie alles auf dem Weg ins Erwachen erwarten können.